Was ist eine Lebenszyklusanalyse?
Die Lebenszyklusanalyse (englisch Life Cycle Assessment, LCA) bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen gesamten Lebensweg – von der Herstellung der Baustoffe über den Betrieb bis zu Rückbau und Entsorgung. Im Mittelpunkt stehen das Treibhauspotenzial (CO₂-Äquivalente) und der Primärenergiebedarf nicht erneuerbar.
Wofür brauche ich die LCA?
- KfW „Klimafreundlicher Neubau“: Das Gebäude muss die Grenzwerte für Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus einhalten.
- QNG-Siegel: Für die höhere Kreditsumme ist eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude nötig – die LCA ist Bestandteil.
- Planungswerkzeug: Schon früh erkennst du, welche Bauweise und Baustoffe den größten Unterschied machen.
Ablauf
- Abstimmung mit Bauherr, Architekt und ggf. Zertifizierungsstelle
- Mengenermittlung der Bauteile auf Basis der Planung
- Bilanzierung nach den Vorgaben des QNG mit anerkannten Datensätzen (ÖKOBAUDAT)
- Variantenvergleich und Optimierungsvorschläge
- Dokumentation für KfW bzw. Zertifizierungsstelle
Früh einsteigen lohnt sich
Je früher die Lebenszyklusanalyse in die Planung einfließt, desto günstiger lassen sich Anpassungen umsetzen – etwa die Wahl von Holz statt Beton für Decken oder von Holzfaser- statt Mineraldämmstoffen. Sprich mich am besten schon in der Entwurfsphase an.
Stand September 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Anforderungen des QNG und der KfW.
